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21.06.2005

Initiative Mitteldeutschland: Neue Gesprächsrunde mit privaten TV-Veranstaltern zu DVB-T

(Erfurt, 20.06.2005) Appell der mitteldeutschen Länder an Privatsender

Vertreter der mitteldeutschen Länder und der privaten Fernsehveranstalter haben am 17.06.05 in Berlin über die Beteiligung der Privatsender am DVB-T-Projekt Mitteldeutschland gesprochen. Die Unterredung endete ohne Ergebnis, da die Sender diese Beteiligung nach wie vor ablehnen.

An dem Gespräch in der Thüringer Landesvertretung nahmen die Chefs der Staatskanzleien von Thüringen und Sachsen, Minister Gerold Wucherpfennig und Minister Hermann Winkler, sowie der Leiter der Vertretung und Bevollmächtigte des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Staatssekretär Dr. Michael Schneider, der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation, Jürgen Doetz, die Leiterin Medienpolitik von ProSiebenSat.1, Anette Kümmel und der Leiter Medienpolitik der RTL Television GmbH, Dr. Tobias Schmid, teil.

Gegenstand der Diskussion war der Wunsch der Länder, dass sich neben ARD und ZDF auch die großen privaten Fernsehveranstalter an dem Start des digitalen Antennenfernsehens DVB-T in Mitteldeutschland spätestens Anfang Dezember 2005 beteiligen. Die Länder hatten zu dem Gespräch eingeladen, weil die privaten Fernsehveranstalter diese Beteiligung bisher nicht vorsahen.

Das Gespräch hat zu keiner Annäherung der Standpunkte geführt. Es bleibt bei der Weigerung der privaten Fernsehanbieter, sich am DVB-T-Projekt Mitteldeutschland zu beteiligen. Zur Begründung führten sie die angeblich mangelnde Zukunftsfähigkeit und Unwirtschaftlichkeit an, was auch für andere Regionen in Deutschland gelte.

Thüringens Staatskanzleichef, Minister Wucherpfennig, der im Namen der drei mitteldeutschen Länder zu diesem Gespräch eingeladen hatte, zeigte sich enttäuscht von der unnachgiebigen Haltung der privaten Fernsehveranstalter: "Von politischer Seite haben wir im Interesse der Fernsehzuschauer jetzt wirklich alles versucht, um die beiden großen Privatsender-Gruppen doch noch für eine Beteiligung an DVB-T in Mitteldeutschland zu gewinnen, leider ohne Erfolg. Es bleibt abzuwarten, ob das eine kluge Entscheidung der privaten Fernsehveranstalter ist. Mit unseren drei Landesmedienanstalten, dem MDR sowie ZDF und ARD werden wir aber weiter daran arbeiten, dass auch die Menschen in Mitteldeutschland Zugang zu dieser neuen digitalen Fernsehtechnologie erhalten."

Thüringer Staatskanzlei

Weiterführende Links:

www.thueringen.de

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